hartnäckige Irrtümer



Mehrere Monate lang habe ich jedes Mal beim Müll rausbringen gedacht, wie unsinnig diese Schlosskonstruktion ist. Der Standardverschluss ist ein Haken, der in der gegenüberliegenden Tür einhakt, was sich durch einfaches drehen des Knaufs aufhebeln lässt. Der Schließbolzen dagegen ist ein grader Metalrigel, der sich einfach in das gegenüberliegenden Loch schiebt. Da die Türen aber sowieso nur durch auseinanderziehen geöffnet werden, ist dieses Teil vollkommen nutzlos. Das das Abschließen den Drehmechanismus blockiert, erfuhr ich erst vor kurzem. Neulich wurde der Block entfernt.

der umzug des d.k.

eigentlich wollte ich ja über d.s umzug schreiben. Es ist immer spannend,anderen leuten beim umzug zu helfen. Ganz besonders freunden. Es war aber auch anstrengend. Weil aber viele leute da waren,konnten wir etappen einrichten,was mich sehr an transport tycoon erinnert hat. Weg- und auslastungsoptimierung :) warum ich jetzt nicht mehr so viel schreiben kann: ich hab so lange nicht mehr gebloggt,dass ich mein passwort nicht mehr wusste und mir ein neues generieren musste. Das alleine hat schon die halbe bahnfahrt in anspruch genommen…

Werbung für den Fussball

Sie zogen sich die Trikots aus und lachten; sie lagen sich in den Armen und jubelten – als hätten sie etwas geleistet. Sie hatten nicht nur nicht einmal auf des Gegners Tor geschossen*, sie hatten auch den maximal möglichen Ballbesitz an den Gegner abgegeben*. Sie strahlten so wenig Torgefahr aus, dass der gegnerische Torwart gefahrlos als Aufbauspieler an der Mittellinie fungieren konnte. Stattdessen zeigten sie sich der Welt, wie man sie kennt. Weich, unendlich weich. Keine* Szene mit Körperkontakt, ohne dass ein Italiener zu Boden ging. Kein* Abstoß, der innerhalb von weniger als 10 Sekunden ausgeführt wurde. Wenn die Kamera einen Italiener länger im Blickfeld behielt, dann nur weil er sich schmerzverzehrt am Boden wälzte. Die heilende Wirkung der Spielfeldbegrenzung verhinderte jedoch schlimmeres. In der Tat wurde dieses Zeitspielmittel so inflationär verwendet, dass selbst der letzte Fair-Play-Gedanke („Was, wenn es wirklich ernst ist“) verflog. Im Angesicht der Niederlage zeigte sich offenkundig, wie wenig Anstand im italiensichen Fussball steckt. Der Roten Karte, ob berechtigt oder nicht, folgt eine weitere grobe Unsportlichkeit, die ihn wenigstens ein paar Wochen von der schönsten Sportart der Welt*, zu der er nicht passt*, ausschließt. Sie hatten 90 Minuten Anti-Fussball gespielt und damit bewiesen, dass der Böse doch meist die Nase vorn hat.
*subjektiv
 

Danke Roberto

Danke, dass es siehst. Danke, dass Du es tust. Du greifst zwar nicht in die hintere Hosentasche, aber Dein Piff lies keinen Zweifel an der Farbe der Karte die folgte. Na gut, Du hälst die Karte in Deiner eigenen Art zwischen Daumen und Zeigefinger als wäre sie ein empfindliches Foto, aber Dein Gesichtsausdruck ist perfekt streng. Und Francs Gesichtsaudruckt sagt, das kann doch wohl kein Foul gewesen sein. Aber Du hast gesehen, wie er das Bein streckte. Du hast gesehen, wie er klar zu spät kommt und mit seinem gesamten Gewicht eine gefühlte Ewigkeit auf dem Knöchel seines Gegner steht. Schäm Dich Franc! Er hat es verdient! Und während all die Zuschauer und Kommentatoren der Welt Dich anzweifeln, bleibst Du cool. Du weißt, gleich kommen die Zeitlupen. Und dann müssen auch die Dummschwätzer Dir zustimmen. GJ, Roberto, GJ!