Worlds of Warcraft – Setup

wow.jpg

So sieht der Startbildschirm aus – zumindest wenn die DVD im Laufwerk lesbar ist. Bei mir ist sie das leider aus irgendwelchen Gründen nicht gewesen. Deshalb musste ich das DVD-Laufwerk vom Laptop nehmen und das Spiel über’s wlan installieren. Dauert natürlich bei 8 Gigabyte Intallationsvolumen ne ganze Weile. Um genau zu sein, 2 Stunden und 10 Minuten. Aber gut Ding will Weile haben. Das hat sich wahrscheinlich auch Blizzard gedacht und schickt mich nach dem Starten des Spieles erstmal durch einen Marathon an Registrierungs- und Lizenzmüll. Zuerst muss man 3 Erklärungen nacheinander komplett runterscro… äh durchlesen, bevor man sie aktzeptieren kann. Hat man die drei Klicks gemacht, begint das patchen. 458 MB ist der erste Patch groß. Erfreulicherweise funktionieren die Server gut und der download ist nach 11 Minuten fertig. Leider tauchen nach der Installation des Patches wieder die 3 Lizenzvereinbahrugn auf, die erneut bestätigt werden wollen. Es bleibt nicht bei einem Patch. Das nächste ist zwar nur gute 5 MB groß, sorgt aber auch erneut dafür, dass die längst totgeglaubten Lizenzvereinbahrungen wiederauferstehen. Aber dann ist es schon so weit. Ich bin drin. Nach Auswahl eines Spielservers (Realm) und dem dortigen Charakter erstellen lande ich dann endlich in bewegter Umgebung.

realität aus, wow an – a ten day adventure

Endlich ist es geschafft, die letzten 10 Tage echte Ferien sind angebrochen. Natürlich hab’ ich auch andere Dinge zu tun bzw. vor, aber ein großer Teil dieser Zeit wird für etwas draufgehen, was mehrere Millionen Leute noch sehr viel mehr Geld und Zeit kostet als mich jetzt. Die Rede ist von dem beliebtesten und meistgespieltesten MMORPG ever: Worlds of Warcraft. Als Veteran in allen Warcraft-Teilen von Orcs vs Humes bis Frozen Throne und Kurzzeitbegeisterungsphasen für Diablo I und II, war es nur eine Zeit, bis ich endlich anfange, mir ein Bild der Warcraft-Rollenspiel-Welt zu machen. Nun war die Zeit besonders günstig, da ein guter Freund von mir eine 10-Tage-Kostenlos-Version zuviel hatte. Und so geht es, entgegen dem Verständnis 80% aller Mitwissenden, auf ins Abenteuer…

the day has come

So, 3 wochen des Lernens finden heute ihren Abschluss. Morgen ist der große Tag. Vordiplomsprüfung Physik. Irgendwie ist es die Prüfung, bei der ich mich am meisten unter Druck setze. Ich meine, es wär echt cool durchzukommen und das 2. Semester damit einfach abzuschließen. Durchfallen wär scheiße. Dann müsste ich in den Wintersemesterferien neben den angeblich härtesten Vordiplomsprüfunfen in Itpdg und theoretische Elektrotechnik auch noch die 2 Semster Physik mitmachen. Es ist ja nicht so, dass ich mir schlecht vorbereitet vorkomme. Es kann einfach so viel passieren, so unendlich viel Zeugs rankommen und letztlich soviel in meinem Kopf hin und her geworfen werden, dass ich morgen gar nix mehr weiß. Ich kenne mich, der Grad zwischen durch-kommen und durch-fallen war bisher bei jeder Klausur. Und nur weil jeder sagt, Du bist noch nie durchgefallen, du hast viel gelernt, du wirst auch diesmal bestehen wird es nicht einfacher. Im Gegenteil, noch mehr Druck. Ich meine, was ist, wenn ich doch durchfalle; nicht 50 von 100 Punkten erreiche. Dann steh’ ich im Regen, abseits derjenigen, die es geschafft haben und kein Physik mehr in ihrem Studium vor sich haben. Dann lasten die Ketten an mir, die die Physikprüfung nahhalten, im Gegensatz zur Freiheit sie nie wieder machen zu müssen. Damn, I hate the thoughts before big events. Und wenn ich morgen aus der Klausur komme, weiß ich, ich werd nicht wissen, ob ich bestanden habe oder nicht. Dann heißt es warten, warten, warten… bis das Ergebnis da ist. Und wenn es da ist, dann weiß ich, if chained or free. Mal ganz ehrlich: Verdient hätt ich’s ja nicht. Wer die 4. Staffel von Scrubs auf Englisch sieht und nen Lv90 1/2 Charackter in Diablo während des Lernens hochzieht… der hat nicht alles ins Lernen investiert. Und trotzdem…

5 min reichen aus…

Ãœber ein Jahr lang war meine Weste weiß, nun ist sie beschmutzt. Ãœber ein Jahr hab’ ich bei anderen die Stirn gerunzelt, doch nun hat es mich auch erwischt. Ich bin zu spät zur Arbeit gekommen. Wenn ein Wecker um 5:30 klingeln soll, dies aber nicht tut, und das Erste, was man morgens sieht, eine Zeit ist, die mit der Zahl beginnt, mit der auch der Arbeitsstart angegeben war…wie begann der Satz doch gleich… egal, es kann einem den Tag versauen. Von eingeplanten 60 Minuten für ein ruhiges Frühstück, mit Zeitung lesen, Duschen, bad, etc, nicht zu vergessen: richtig Wach werden bleiben 0 Minuten für gar nichts. Wach werden kann man auch schon abharken, das hat sich eh erledigt. Die Zeitung muss man nicht lesen, man hat gedanklich schon genug geflucht. Für Hungerverlust sorgt das Adrenalin. Bleibt Zähneputzen. 5 Minuten reichen aus, von eben noch geruhsamen Schlaf bis hin zum Sprint zur S-Bahn. Mit einer Stunde Verspätung auf Arbeit angekommen. Man wie peinlich. Ausgerechnet heute, wo nur 2 Mann für 3 Stunden eingeplant waren. Na ja, es war nicht das Problem. Ich hab’ den Du-Du-Zeigefinger bekommen und mir wurde ziemlich deutlich gemacht, dass es zwar, da es das erste Mal ist, nicht tragisch ist (zu mal die Arbeit dann auch trotzdem pünktlich getan war), bei weiteren Malen dann aber auch unweigerlich zum Rauswurf führt. Irgendwie hab’ ich bei der ganzen Sache ein Deja-Rire. Trotzdem stellt sich natürlich die Frage: Wie konnte das geschehen??

Also es lag bestimmt nicht daran, dass ich die gut gemeinten Ratschläge von Justus (der Erfahrung hat und mein Bestes will) und Anne (die mich einfach nur loswerden wollte*gg*), jetzt doch endlich ins Bett zu gehen, missachtet hab. Es widerstrebt mir fast zu sagen, aber… Die Technik war schuld. So gern ich immer alles auf Benutzerfehler schiebe, wenn’s mich trifft, war’s die Technik. Mein Wecker, so er den Funkkontakt verliert, fühlt sich so derart alleine gelassen, dass er die Zeit auf 0:00 zurücksetzt. Das funktioniert, wenn er das gegen 0:00 Uhr tut, 2 Stunden später wird’s tragisch. Vielen Dank an mein pflichtbewustes Unterbewustsein, dass mich noch halbwechs rechtzeitig aus dem Schlaf gerissen hat. Morgen schlaf ich glaub ich einfach mal… 5 Minuten länger… wobei länger = besser?… *cut*

efficiency = success/time

Oh man, Physik schafft mich. Noch eine gute Woche Zeit zum lernen und ich bin bisher grob über nur 3 der 6 Themenbereiche gegangen. Dabei wäre es äußerst ungünstig die Klausur nicht zu bestehen. Eigentlich sag ich mir: Hey, ich bin nicht dumm, wenn ich es mir nur lang genug anschaue oder entsprechend recherschiere, werd’ ich es irgendwann schon gut bis sehr gut verstehen. Aber leider sind mehr als 5 Stunden aufmerksamkeitstechnisch einfach nicht drin. Warum auch immer. In diesen 5h springe ich von einer Aufgabe zur nächsten, kläre die Begriffe, schreibe die Formel auf, und suche Beispiele oder alternative Erklärungen im Internet. Aber irgendwie hab’ ich das Gefühl, dass bringt mich überhaupt nicht weiter. Es müsste so sein wie bei Diablo. Knappe 2 Stunden (nicht am Stück) gespielt, 2 sehr gute Gegenstände gefunden. Und obwohl ich mir fast sicher bin, dass niemand der dieses Blog liest, etwas damit anfangen kann, hier die screenies:

amu.jpg

wurfspies.jpg

Der Hammer, oder? ;-)

Das andalusische Mirakel

Eine Möglichkeit seinen Samstag Abend zu verbringen, ist der Gang ins Theater. Das Fremdwort dafür heißt Kultur, soweit ich weiß. Meine Schwester und ich haben den Theater-Besuch meiner Mutter zum Geburtstag geschenkt, daher dieses Stück, denn meine Mutter mag Jochen Busse ganz gerne. (Ich glaube sie hat ihn noch nie bei 7 Tage 7 Köpfe gesehen.)

Im ausverkauften Theater am Kurfürstendamm war besonders die erste Hälfte des Stückes super gelungen. In ständigem Wechsel wurde sowohl das Stück aufgeführt, als auch die Zuschauer einbezogen. So bekam ein Zuschauer einen Satz, den er ungefähr 7 mal im Stück von seinem Platz aus sagen musste. Besonders gut fand ich, wie Joch Bosse im Anfangsmonolog immer wieder Zuspätkommer und Zwischenrufe reagiert hat. Man weiß ja nicht, wieviel davon gespielt & auswendig gelernt ist, aber das ist die hohe Form des Entertainments.

Im Stück selbst geht es knapp gesagt darum, dass eine 21-Jährige, leicht naive Party-Göre und ein in seiner Ehe frustrierter Rentner zwangsweise in einem Hotelzimmer übernachten und dabei auf mysteröse Art und Weise ihre Körper tauschen. Das trägt neben den im ersten Augenblick ungewohnten Geschlechtsteilen besonders dann zur allgemeinen Verwirrung bei, als sowohl die Ehefrau des Rentners als auch der Freund der Party-Schnickse im Hotel auftauchen.

Anstatt jedoch den Körpertausch den Neuankömmlingen gegenüber offen zu legen, verhalten sich beide einfach wie vorher, nur mit anderem Körper. Es sieht schon ziemlich albern aus, wie Jochen Busse auf dem Bett hüpft und dabei den Jugend-Jargon benutzt, als wäre es seine Muttersprache. Doch auch vor dem Körpertausch zeigt er sich sportlich. So vollführt er beeindruckende Turnübungen (gegen seinen Bandscheibenvorfall) oder baumelt kopfüber von der Badewannen-Vorhangs-Stange herunter und antwortet der verdutzten Kerstin Radt, er würde dort nur abhängen. Selbige Kerstin ist übrigens ein optischer Leckerbissen; ihre erste Aktion im Stück besteht darin, sich ihrem Shirt zu entledigen, um daraufhin fast den kompletten Rest des Stückes in BH zu spielen.

Ich kann das Stück nur wärmstens weiterempfehlen, wenn ich auch die 2. Hälfte nicht ansatzweise so gelungen fand, wie die Erste. Wahrscheinlich lag es am kompliziert zu lösendem Handlungsstrang oder der deutlich zurückgegangenen Interaktion mit dem Publikum. Wortspiele, Seitenhiebe für berühmte Personen und Politik- & Gesellschaftskritik machten jedoch auch den 2. Teil interessant. Daher: Daumen Hoch, Tolles Stück!

1103_5.jpg 1103_4.jpg 1103_3.jpg